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Buchpatenschaften Nr. 20: Theol Fd 6/75

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Nr. 20: Theol Fd 6/75

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Unter dieser Signatur zusammengefaßt sind zwei Werke, die absolute „Bestseller“ waren: Die Himmelsstraß im latein genannt Scala celi des Johannes Gobius sowie Der neu Layenspiegel von Ulrich Tengler, gedruckt in Augsburg von Hans Otmar 1511.
Der Augsburger Druck ist eine Neuausgabe, die aufgrund unberechtigter Straßburger Nachdrucke des 1509 erschienen Layen-Spiegel mit dem Titel Neü Layenspiegel erschien. Im Gegensatz zu dieser Ausgabe von 1509 enthält die vorliegende auch einen Abschnitt von kätzerey, warsagen, schwarzer kunst, zauberei, unholden, der auf den inzwischen von der Strafrechtspflege übernommenen 'Hexenhammer' zurückgeht und einen wichtigen Beitrag für die Legalisierung der nun beginnenden Hexenverfolgung bildet. Der Layenspiegel ist ein Kompendium des römischen Rechts; außerdem enthält er viele Vorschriften, die man als Gemeindeordnung zur Regelung des öffentlichen Lebens bezeichnen könnte. Da es eines der frühesten juristischen Werke in deutscher Sprache war, trug es entscheidend zur Verbreitung juristischer Kenntnisse bei. Tengler leistete damit auch einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der juristischen Terminologie in der deutschen Sprache.

Das Pergament ist sehr verschmutzt, der Rücken am Falz an mehreren Stellen eingerissen, der Rücken wurde mit einem säurehaltigen Papier überklebt, die Bänder sind verbraucht und rissig, an der Innenseite der Deckel und teilweise im Papier Fraß von Silberfischchen, das Papier ist stark verschmutzt, Wasserränder, Risse und alte Ausbesserungen, Tintenfraß auf der ersten Seite.

Notwendige Maßnahmen:
Reinigen, Ausbessern und Glätten des Papiers, Festigung des durch Tintenfraß geschädigten Papiers, Anbringen des originalen Kapitalbands, Einbandrestaurierung, Färben neuer Bänder.

Geschätzte Kosten: 1.000.- €