Studiengang PflegeStudiengang Pflege
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Praxisbezug verstärkt

Studierende haben sich dies gewünscht, wir haben es umgesetzt. Das neue Curriculum hat noch mehr Praxisbezug durch Exkursionen, Gastvorträge, Praktika, Projekte.  

Im 5. Semester soll das Modul "PM 15 Berufsfeldorientierung" die Chancen zum Einstieg in die Management-Praxis erhöhen. Hier zu gehören Praktika im In- oder Ausland von mindestens 200 Stunden einschlägiger Praxis oder das Lösen von Management-Aufgaben in der persönlichen Berufspraxis; ergänzend eine Ringvorlesung zu Arbeitsfeldern im Pflegemanagement, Berwerbungstraining und individuelles Mentoring. 

Auch die Bachelor-Arbeit kann in Kooperation mit Praxiseinrichtungen entstehen. 

Praxiseinrichtungen können z.B. die 16 akademischen Lehreinrichtungen des Fachbereichs Pflege und Gesundheit sein oder weitere Kooperationspartner im In- und Ausland.

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Studentische Projekte

Im fünften und sechsten Semester wird in Gruppen von bis zu 15 Studierenden ein Studienprojekt im Umfang von 450 Stunden studentischer Arbeitszeit durchgeführt. Für dieses Projekt werden Kooperationspartner aus der Praxis gesucht, die konkrete Praxisprobleme bearbeiten lassen wollen. Dies können z.B. sein: 

  • stationäre oder ambulante Pflegeeinrichtungen aus den Bereichen Altenpflege, Krankenpflege oder Behindertenpflege
  • Institutionen der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Pflegebereich oder pflegewissenschaftliche Institute
  • Pflegekassen
  • Verbände, Vereine oder Selbsthilfegruppe, die im Umfeld von Pflege tätig sind
  • Unternehmen, die pflegerische Produkte herstellen und viele mehr.

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Aktuelle Projekte

Evaluation der klinisch-praktischen Ausbildung
am Beispiel der einjährigen beruflichen (Nach-)Qualifizierung von Absolventinnen und Absolventen des primärqualifizierenden Studiengangs Pflege B.Sc. im Kreisklinikum Siegen gGmbH

Projektleitung: Prof. Dr. Helma Bleses

Das Fuldaer Pflegestudium ist ein sechssemestriges primärqualifizierendes Bachelor-Studienprogramm, das keine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Pflegeberuf als Zulassung voraussetzt. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen am Ende des Studiums über 2106 Stunden theoretischen Inputs und 1232 Stunden klinisch-praktischer Ausbildung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Eine berufsrechtliche Anerkennung in den reglementierten Pflegeberufen erreichen die Absolventinnen und Absolventen mit dem Studienabschluss nicht, da die Vorgaben aus dem Krankenpflegegesetz nicht vollständig erfüllt sind. Der Fachbereich Pflege und Gesundheit kooperiert daher eng mit Altenpflege- und Krankenpflegeschulen und unterstützt die Absolventinnen und Absolventen nach erfolgreichem Abschluss beim Übergang in eine berufliche Qualifizierungsphase.
Im Sommer 2008 wird eine Gruppe von Absolventinnen und Absolventen das dritte Ausbildungsjahr in der Gesundheits- und Krankenpflege im Kreisklinikum Siegen absolvieren und voraussichtlich im August 2009 das Pflegeexamen ablegen.

Im Projekt werden spezifische Fragen bearbeitet, die sich aus der Zusammenarbeit von Hochschule und Kreisklinikum Siegen ergeben.

  • Wie wird der Transfer der pflegerischen Handlungskompetenz der primärqualifizierten Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Fulda in die klinisch-praktische Arbeit des Klinikums wahrgenommen von den Absolventinnen und Absolventen selbst, von den dreijährig Auszubildenden der Schule Siegen, von den Dozentinnen und Dozenten der Schule Siegen, von den Pflegenden des Klinikums, von anderen Professionen des Klinikums
  • Welche Stärken, Schwächen und Unterschiede akademischer und nicht-akademischer Ausbildungsgänge können festgestellt werden?
  •  Ergänzend soll die Integration von akademisch qualifizierten Absolventinnen und Absolventen in die Betriebsabläufe des Kreisklinikums Siegen evaluiert und die Auswirkungen auf Personal und Management des Kreisklinikums untersucht werden.

    Dargestellt werden sollen die Learning Outcomes der Absolventinnen und Absolventen. Dazu soll ein Konzept zur Optimierung der klinisch-praktischen Ausbildung im Studiengang Pflege und zur anschließenden (Nach-) Qualifizierungsphase in der beruflichen Pflegeausbildung erstellt werden. Studierende können theoretische Grundlagen zum Wesen des Projekts, Planung, Aufbau, Umsetzung, Auswertung und Bewertung eines Projektes, Anwendung von Methoden in der Praxis und Verfassen eines Projektberichtes und Präsentation von Projektergebnissen anwenden. Sie können eine komplexe Forschungsaufgabe projektieren, systematisch bearbeiten und im Feld vorbereiten und durchführen.

    Studierende bereiten im Zuge einer qualitativen Studie theoriebasiert Experteninterviews vor, führen sie durch und werten sie aus. Sie bereiten eine quantitative Erhebung vor, indem sie ein Instrument zur Erfassung der Daten entwickeln. Dabei erhalten sie in den Seminaren theoretischen Input (s.o) und begleitende Anleitung in der Planungs-, Realisierungs- und Feldphase. 

Pflegerische Interaktion? Evaluation der integrativen Validation (IVA) in der Langzeitpflege

Projektleitung: Prof. Dr. Anne Honer, Dr. Thomas Beer

Das zweisemestrige Studienprojekte setzt sich thematisch mit Maßnahmen zur nicht medikamentösen Behandlung von Dementierenden auseinander. Diese Maßnahmen basieren auf verhaltensorientierten, kognitionsorientierten, stimulationsorientierten und gefühlsorientierten Ansätzen. Im Focus des Studienprojektes steht die Konfrontation mit dem gefühlsorientierten Ansatz der Validation. Die Projektteilnehmer werden zunächst in der Methode zur integrativen Validation geschult, um anschließend deren Anwendung in einer stationären Pflegeeinrichtung (Stadtgebiet Kassel) zu evaluieren. Die Evaluation erfolgt zunächst durch teilnehmende, unstrukturierte Beobachtungen. Diese sind dadurch charakterisiert, dass die Projektteilnehmer am Pflegealltag teilnehmen. Hieran sollten sich nichtteilnehmende, strukturierte Beobachtungen anschließen. Die aus der Erstanalyse der vorhergehenden Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse sollen die Identifikation von Pflegesituationen ermöglichen, die nun systematisch beobachtet werden, ohne, dass die Projektteilnehmer aktiv am Geschehen teilnehmen. Die Beobachtungen dienen auch dem Ziel, Situationen zu identifizieren, die sich zur anschließenden videografischen Aufzeichnung eignen.

Karrieren und Laufbahnen in Einrichtungen des Gesundheitswesens (am Beispiel der Gesundheitsholding Nordhessen)

Projektleitung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Brückner

Personalmanagement hat in der Praxis von Organisationen des Gesundheitswesen und der Altenpflege noch eine untergeordnete Relevanz. Explizite Personalstrategien gibt es selten, implizit spielt Personalmanagement z.B. in den Unternehmensleitbildern und der Alltagspraxis in erster Linie im Hinblick auf Aus- und Weiterbildung eine Rolle. Generell agieren die Einrichtungen meist eher verwaltungsorientiert, d.h. das Personal wird in aller Regel eher verwaltet statt mittels gezielter Strategien gemanagt bzw. aktiv entwickelt. Ein gezieltes Personalmanagement fehlt weitgehend, insbesondere das bedeutsame Feld der Personalbindung wird sträflich vernachlässigt.
Der Mangel an qualifiziertem und engagiertem Personal führt in Dienstleistungsunternehmen wie Krankenhaus und Altenpflegeheim zu Qualitätsverlusten in der Leistungserbringung und damit auch zu einer Verschlechterung der medizinischen und pflegerischen Versorgung.
In der NEXT-Studie wurde deutlich, dass Pflegekräfte in Deutschland eine geringe Zufriedenheit mit den beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten angeben. Es wurde eine hohe Bindung an den Beruf und eine wesentlich geringere Bindung an die Organisation, in der Pflegekräfte arbeiten, ermittelt. Dabei ist die Bindung an kleinere Einrichtungen (z.B. Pflegeheime) ausgeprägter als an die größeren Einrichtungen (wie z.B. Krankenhäuser), in denen oft ärztliche Entscheidungsfindung dominiert.
Betriebliches Karrieremanagement, verstanden als ein systematischer und kontinuierlicher Prozess der Planung, Realisierung von Laufbahnen und Karrieren in Organisationen, beinhaltet einerseits die Gestaltung von organisatorischen Lauf-bahnen und andererseits auf individuelle Karriereentwicklung gerichtete unternehmerische Überlegungen und Maßnahmen (vgl. Mayerhofer, H./Riedl, G. 2002, S. 507). Ziel eines betrieblichen Karrieremanagements ist das gleichermaßende Berücksichtigen von betrieblichen und individuellen Interessen.
Es bleibt zu prüfen, inwieweit durch betriebliches Karrieremanagement die Zufriedenheit, Leistungsbereitschaft und Verweildauer in Pflegeberufen und anderen Gesund-heitsberufen (z.B. Ärzte) optimiert werden kann. Die Thematik soll in Kooperation mit der Arbeitsdirektion der Gesundheitsholding Nordhessen bearbeitet werden.
Dabei ist folgende Vorgehensweise geplant:

  • Sichtung und Auswertung der Literatur für betriebliches Karrieremanagement in Organisationen des Gesundheitswesens.
  • Ermittlung, Analyse und Bewertung der in der Unternehmensgruppe praktizierten Karrieren und Laufbahnen (z.B. Pflegekräfte, Ärzte etc.).
  • Entwicklung eines betrieblichen Karriere-/Laufbahnkonzeptes für diese Berufsgruppen (evtl. auch nur beispielhaft für eine Berufsgruppe).
  • Implementierung des Konzeptes in einzelne oder allen Organisationen der Unternehmensgruppe.
  • Ggf. Durchführung einer formativen Evaluation

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Beispiele für abgeschlossene Projekte

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