Pflege und Gesundheit
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Master Studiengang Public Health

Public Health ist die Wissenschaft und Praxis zur Vermeidung von Krankheiten, zur Verlängerung des Lebens und zur Förderung von physischer und psychischer Gesundheit unter Berücksichtigung einer gerechten Verteilung und einer effizienten Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Public-Health-Maßnahmen zielen primär auf die Gesunderhaltung der Bevölkerung und einzelner Bevölkerungsgruppen durch organisiertes gesellschaftliches Handeln (DGPH 2012). 

Wenn Sie Public Health studieren, beschäftigen Sie sich z.B. mit Fragen nach:

  • der Häufigkeit und Verteilung von Erkrankungen, den Ursachen von Gesundheit und Krankheit und ihrer sozial ungleichen Verteilung,
  • dem aktuellen und zukünftigen Bedarf an präventiver, kurativer, rehabilitativer, pflegerischer und palliativer Versorgung sowie der Gesundheitsförderung in der Bevölkerung,
  • dem Aufbau und der Gestaltung gerechter und effizienter Gesundheitssysteme, einschließlich Fragen nach Entscheidungsstrukturen, Aufgabenverteilung, Finanzierung und Ausbildung,
  • der Beteiligung von Patientinnen und Patienten sowie Bürgerinnen und Bürgern an Entscheidungen über gesundheitsrelevanten Prozesse,
  • der Bedeutung von Entscheidungen in unterschiedlichen Politikfeldern für die Gesundheit der Bevölkerung,
  • internationalen Perspektiven auf Gesundheit und Gesellschaft.

International ist Public Health eine verbreitete wissenschaftliche Weiterbildung und Voraussetzung für die Übernahme von Gestaltungsaufgaben in vielen gesundheitsrelevanten Arbeitsfeldern. In Deutschland gibt es zurzeit acht Hochschulen, die Public Health Studiengänge anbieten und sich in der DGPH fachlich austauschen. 

Welche Berufschancen bieten sich nach dem Studium?

  • Sie können im Anschluss promivieren oder in der gesundheitswissenschaftlichen Forschung oder Lehre tätig werden oder übernehmen z.B. Aufgaben der Gesundheitsberichterstattung auf kommunaler Ebene, Landes- oder Bundesebene.
  • Sie arbeiten in einer der Einrichtungen, die Aufgaben der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen übernimmt und sind z.B. an der Erstellung systematischer Übersichtsarbeiten oder Health Technology Assessments beteiligt.
  • Sie sind in der Beratung des Gesundheitswesens tätig, z.B. mit entsprechenden Auslandserfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit, in international agierenden Organisationen, in Ministerien, Regierungspräsidien oder Verbänden oder in der Leitung von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung
  • Sie tragen zur konzeptionellen Weiterentwicklung in den Versorgungsstrukturen oder in der Gesundheitsförderung bei oder arbeiten in leitenden Funktionen bei Sozialversicherungsträgern oder übernehmen Verantwortung für Kampagnen und Projekte. 

Was erwartet Sie im Studium?

Sie können Public Health als Vollzeitstudium in 4 Semestern oder, wenn Sie auf halber Stelle berufstätig sind, berufsbegleitend in 6 Semestern studieren. 

Das Studium ist interdisziplinär und forschungsorientiert ausgerichtet. Gemäß internationalen Standards gehören die Module Public Health Strategien, Forschungsmethoden, Soziologie der Gesundheit und Gesundheitssystemgestaltung zum Kerncurriculum. Über ihr Forschungsprojekt, zwei Wahlpflichtmodule, in denen Sie aus insgesamt sieben Angeboten wählen können, drei Möglichkeiten, internationale Aspekte in die Ausbildung zu integrieren und ihrer Masterarbeit können Sie Ihr Studium selbstbestimmt gestalten. Das Thema der Master-Arbeit sollte auf den im Studium gewählten Schwerpunkten aufbauen.

Ein Auslandssemester ist insbesondere im dritten Semester möglich. Die Kooperationspartner im Ausland finden Sie hier. 

Die aktuell gültigen Prüfungsordnungen finden sie hier.

Der Studiengang Public Health schließt mit dem Master of Science (M. Sc.) ab.

Welche Voraussetzungen sollten Sie erfüllen?

Im Studium oder Ihrer Berufstätigkeit sollten Sie einen Schwerpunkt in Gesundheit gesetzt haben und ihr Studium besser als mit 2,5 abgeschlossen haben. Die genauen Voraussetzungen können Sie in der Prüfungsordnung nachlesen. Wichtig sind

  • gute Sprachkompetenzen in Deutsch und Englisch.
  • Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten (z.B. systematische Datenbankrecherche); fundierte Kenntnisse von Methoden der empirischen Sozialforschung (quantitativ und qualitativ)
  • Kenntnisse der Strukturen der Gesundheitsversorgung
  • Humanbiologische Kenntnisse
  • Gesundheitswissenschaftliche Grundkenntnisse

Wenn Ihnen in einem dieser Bereiche Kompetenzen fehlen, sollten Sie die Zeit bis zum Studienbeginn bereits nutzen, um Lücken zu schließen.