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Aktuelles im SoSe 2013

Gastvortrag: The New EU Foreign Policy Architecture

Montag, 6. Mai 2013, von 19.00 bis 21.00 Uhr, in Gebäude P, Raum P 217

Gastvortrag von Hrant Kostanyan mit dem Titel „The New EU Foreign Policy Architecture: Reviewing the first two years of the European External Action Service" einladen. Der Vortrag findet im Rahmen der Europawoche statt.

Hrant Kostanyan is an Associate Research Fellow at the Brussels-based Centre for European Policy Studies and a researcher at the Centre for EU Studies (CEUS), in the department of Political Science at Ghent University. He is a co-editor of 'CEPS European Neighbourhood Watch' monthly newsletter and a member of ‘EU-iPodS: The Substance of EU International Democracy Promotion’ network. His research focuses on EU foreign policy institutions and decision-making, primarily on the European External Action Service (EEAS), the European Neighbourhood Policy (ENP) and the EU’s relations with Eastern Neighbours and Russia. He has recently co-authored a book titled ‘The New EU Foreign Policy Architecture: Reviewing the first two years of the EEAS’.

Vortrag: "Europäische Identität und Gemeinwohl"

Dienstag, 7. Mai 2013, 19.00 Uhr, in Gebäude P, Raum P 217

Im Rahmen der bundesweiten Europa-Woche 2013 und der Fuldaer Abende für Sozialrecht, Migration und Sozialpolitik hält Prof. Dr. Schmitt-Egner (Universität Siegen) den Vortrag "Europäische Identität und Gemeinwohl: Konzeptionelle Überlegungen zu Basis, Weg und Ziel einer europäischen Identitätspraxis".

Zum Flyer der Fuldaer Abende im Sommersemester 2013

Film über die Tunesische Revolution: Voices after Revolution

Mittwoch, 22. Mai 2013, 14.00 - 19.00 Uhr im Tagungszentrum ITZ, Am alten Schlachthof 4, 36037 Fulda

Film mit anschließender Podiumsdiskussion 

(Französisch, Englisch und Arabisch mit deutschen Untertiteln) 

VOICES AFTER REVOLUTION 

Menschen- und Bürgerrechte, bessere wirtschaftliche und soziale Bedingungen, menschenwürdige Arbeitsplätze und auskömmliche Gehälter standen im Zentrum der Forderungen der Tunesischen Revolution. Zwei Jahre nach dem Sturz der Diktatur Ben Alis, ist die wirtschaftliche und sozialeSituation schlimmer als je zuvor. Hinzu kommt, dass Angriffe auf die Pressefreiheit, Attacken gegen Künstler und Forderungen nach Einschränkung der Frauenrechte von der Regierung unter Führung der islamistischen Partei Ennahda toleriert wurden. 

Der Dokumentarfilm „Voices After Revolution", der im Juni 2012 im Rahmen einer Exkursion mit Studierenden des Fachbereichs SK mit tunesischen Aktivistinnen und Aktivisten gedreht wurde, unterstreicht die Notwendigkeit eines ungebrochenen Engagements für die Ziele der Revolution und die Förderung des Prozesses demokratischer Transformation durch eine Trennung zwischen Staat und Religion. 

Wir laden Sie im Namen des Fachbereichs zur Vorführung des Filmes und zur Diskussion mit den Protagonisten ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Hochschultage in Zusammenarbeit mit dem AStA und der Heinrich Böll Stiftung Frankfurt statt. 

Gisela Baumgratz, Alexander Gangl und Nicolas Rolke 

Bericht zur Fachtagung: Sprache - Macht - Rassismus am 28. Mai 2013

Prof. Dr. Christoph Klotter, Vize-Präsident, HS Fulda
Publikum
Publikum
Prof. Dr. Paul Mecheril
Prof. Dr. M. do Mar Castro Varela
Prof. Dr. Mechthild Nagel
ManuEla Ritz
Philipp Khabo Köpsell
Die Veranstalterinnen
Philipp Weidemann

Gudrun Hentges und Justyna Staszczak

Am 28. Mai 2013 fand an der Hochschule Fulda eine Tagung statt, die unter dem Motto „Sprache – Macht – Rassismus“ stand, veranstaltet von der „Hessischen Landeszentrale für politische Bildung“ und der Hochschule Fulda – namentlich dem Zentrum CINTEUS = Center for Intercultural and European Studies.

Als Referentinnen und Referenten waren eingeladen: Prof. Dr. María do Mar Castro Varela, Alice Salomon Hochschule Berlin; Prof. Dr. Maisha-Maureen Eggers, Hochschule Magdeburg-Stendal; Prof. Dr. Paul Mecheril, Universität Oldenburg; Prof. Dr. Mechthild Nagel, SUNY Cortland / Hochschule Fulda und ManuEla Ritz, Antirassismustrainerin, Berlin.

Für das Rahmenprogramm sorgte der Afrodeutsche Künstler Philipp Khabo Koepsell, Die Tagung stieß auf eine bemerkenswert große Resonanz: Die ca. 320 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist.

Das Thema dieser Tagung knüpfte an ein Ereignis an, das sowohl in Fulda als auch bundesweit debattiert wurde: Im Dezember 2011 lud der AStA der Hochschule Fulda die Hamburger Autorin, Musikerin und Aktivistin Noah Sow zu einer Lesung ein, die im Café Chaos - ein von Studierenden selbstverwaltetes Café und Kulturprojekt - stattfinden sollte. Aufgrund der Kolonialismus romantisierenden Dekoration im Café Chaos reiste Noah Sow spontan wieder ab. Es folgten lebhafte, kontroverse und langwierige Debatten, die nicht nur regional, sondern auch überregional geführt wurden.

Die geladenen Referentinnen und Referenten – allesamt ausgewiesene Expertinnen und Experten in ihrem Fach - befassten sich mit der Frage, in welcher Weise Sprache beitragen kann zur Legitimierung von Unterdrückung. Untersucht wurde, wie Macht- und Herrschaftsverhältnisse – mittels einer vom Rassismus geprägten Sprache - produziert und stetig reproduziert werden. Thematisiert wurde auch, in welcher Weise die weiße Mehrheitsgesellschaft von diesen Machtverhältnissen profitiert. Somit leistete die Tagung einen Beitrag zur Rassismusanalyse und zu den Critical Whiteness Studies. Im Fokus dieser „Kritischen Weißseinsforschung“, die auch an bundesdeutschen Hochschulen zunehmend rezipiert wird, stehen nicht so sehr die Beschriebenen und Imaginierten, sondern die Beschreibenden und Imaginierenden (Toni Morrison).

Nicht zuletzt fokussierte die Tagung den Ansatz der Critical Race Theory - u.a. begründet durch den US-Amerikaner Richard Delgado. Bei der CRT handelt es sich um eine Bewegung unter Intellektuellen, deren Mitglieder davon ausgehen, dass Gesetze und Rechtsprechung weder neutral noch wertfrei, sondern eng mit Politik verknüpft sind. Folglich versucht die CRT, akzeptierte Normen und Standards in der Rechtswissenschaft und Praxis zu überwinden.

Ein von ManuEla Ritz (Antirassismustrainerin, Berlin) durchgeführter Workshop arbeitete heraus, in welcher Weise „Weiß-sein“ innerhalb der Mehrheitsgesellschaft als Normalität betrachtet wird, so dass die damit verbundenen Privilegien von den Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft häufig gar nicht wahrgenommen werden.

Thematisiert wurde auch der Rassismus im akademischen Raum sowie die damit verbundene Herausforderung einer kritischen Auseinandersetzung mit kolonial geprägtem Wissen. Anhand von Beispielen über die Arbeit der Antidiskriminierungsinitiative an der Partnerhochschule SUNY Cortland zeigte Prof. Dr. Mechthild Nagel in ihrem Vortrag auf, wie auch in Fulda dem Rassismus an der Hochschule entgegen gewirkt werden kann.

Philipp Khabo Köpsell, der mit Spoken Word Poetry (einer von Performance lebenden Poesie) den alltäglichen Rassismus und die deutsche Kolonialgeschichte thematisiert, regte mit einem beeindruckenden Mix aus Sprachgesang und politischer Satire das Publikum zur Selbstreflexion an.

Abgerundet wurde die inhaltlich dichte und inspirierende, zugleich aber auch abwechselungsreich gestaltete Tagung mit einem kurzen inhaltlichen Fazit.

Bemerkenswert ist ferner, dass die Tagung mit einer Verabschiedung und einer Begrüßung endete:

In den Ruhestand verabschiedet wurde Frau Mechtild M. Jansen, seit 1987 Leiterin des Referats IV (Gender Mainstreaming / Frauen / geschlechtsbezogene Jugendarbeit / Migration) bei der „Hessischen Landeszentrale für politische Bildung“. Eine der Initiatorinnen der Tagung, Prof. Dr. Gudrun Hentges, hatte seit 2007 zahlreiche gemeinsame Tagungen mit Frau Jansen durchgeführt, u. a. zu Themen wie „Extreme Rechte und Gender“ (Juni 2012).

Als neue Leiterin des Referats IV bei der HLZ konnte erfreulicherweise Frau Jamila Adamou begrüßt werden. Frau Adamou trat am 1. Juni 2013 die Nachfolge von Frau Jansen an, so dass auch künftig die bislang produktive Kooperation zwischen der HLZ und der Hochschule Fulda fortgesetzt werden kann.

Geplant ist die Veröffentlichung eines Tagungsbands „Sprache – Macht - Rassismus“ (hg. v. Gudrun Hentges und Kristina Nottbohm), der im Oktober 2013 im Berliner Metropol-Verlag erscheinen wird.

Flyer zur Tagung

Vortrag: "Diversity to go?"

Dienstag, 4. Juni 2013, 19.00 Uhr, in Gebäude P, Raum P 217

Prof. Dr. Matthias Otten (FH Köln) hält den Vortrag "Diversity to go? Die politische und subjektive Konstitution von Diversität in der europäischen Bildungsmobilität" im Rahmen der Fuldaer Abende für Sozialrecht, Migration und Sozialpolitik.

Zum Flyer der Fuldaer Abende im Sommersemester 2013

Exkursion: Arbeitsschutz Duisburg / Dortmund

10. Juni 2013 – 11. Juni 2013 

Der Anstich eines Hochofens ist der wohl sinnlichste Eindruck, den man in unseren Tagen von klassischer Industriearbeit gewinnen kann. Erst auf der Grundlage solch sinnlicher Erfahrung kann man wirklich verstehen, welche Bedeutung der Arbeitsschutz in der industriellen Arbeitswelt hatte und hat und welche Güte des deutsche Arbeitsschutzsystem aufweist. 

Im Rahmen der Veranstaltungen Arbeitsschutz im Studiengang Gesundheitsmanagement (PG) werden die Studierenden die Hüttenwerke Krupp-Mannesmann in Duisburg besuchen und mit Vertretern des betriebsärztlichen Dienstes über aktuelle Fragen des Arbeitsschutzes diskutieren. Am zweiten Tag der Exkursion findet eine themenzentrierte Führung durch die Deutsche Arbeitsschutz Ausstellung DASA in Dortmund statt. 

Leitung: Prof. Dr. Heinrich Bollinger 

Vortrag: "Klimawandel: Die Rolle von Lebensstil- und Stadtentwicklung"

Dienstag, 11. Juni 2013 , 19.00 Uhr, in Gebäude P, Raum P 217

Dr. Fritz Reusswig (Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung) hält den Vortrag: "Klimawandel: Die Rolle von Lebensstil- und Stadtentwicklung" im Rahmen der Fuldaer Abende für Sozialrecht, Migration und Sozialpolitik.

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