Sie sind die kleinsten und häufigsten Teilchen. Neutrinos gibt es etwa eine Milliarde mal häufiger als alle anderen Teilchen im Universum und kommen in drei Arten als Elektron-, Myon- oder Tauneutrino vor. Noch bis in die 90er Jahre ging man davon aus, sie hätten keine Masse. Doch weil sich dann in Experimenten herausstellte, dass die Neutrinosorten eine Massendifferenz haben, können keinesfalls alle masselos sein. Natürlich gibt es theoretische Vorhersagen für den Wert der Masse, die allerdings, je nach dem zugrunde gelegten theoretischen Modell, unterschiedlich ausfallen. Das soll nun geklärt werden. Das Ziel des KATRIN Projekts ist, die Ruhemasse von Neutrinos im Rahmen eines astrophysikalischen und Präzisionsexperiments zu bestimmen. Wie das gelingen kann? Indem man Elektronen aus einer gasförmigen Tritiumquelle zu einem hochauflösenden Spektrometer transportiert und nach der Energieanalyse mit einem Detektor zählt. Die Masse der Neutrinos ergibt sich aus dem Energieverlust, den die Elektronen im Detektor aufweisen.
KATRIN ist ein internationales Projekt, in dem die Hochschule Fulda als einzige Fachhochschule neben zahlreichen renommierten Universitäten vertreten ist (z.B. Univ. Karlsruhe, Univ. Seattle, MIT). Das BMBF hat die Hochschule Fulda seit 2001 mit etwa 300.000 Euro zur Teilnahme am KATRIN Projekt gefördert. Sie trägt damit im Rahmen von Diplom-, Bachelor- und Projektarbeiten bei.