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ECTS European Credit Transfer System

ECTS-System (European Credit Transfer System)

ECTS ist ein System zur Anrechnung von Studienleistungen, die im europäischen Ausland erbracht werden. Ziel des ECTS ist, die Anerkennung dieser Studienleistungen und somit eine Erleichterung der Studienaufenthalte im Ausland. Dies geschieht über ein europaweit einheitliches System zur Bewertung der Studienleistungen. Diesem System liegt das sogenannte Arbeitspensum, die workload, zugrunde, welches man für den erfolgreichen Besuch von einzelnen Veranstaltungen wie Tutorien, Seminare, Übungen, Vorlesungen und Praktika erbringen muss. Zum Arbeitspensum zählt sowohl der Besuch von Veranstaltungen als auch die Zeit, die zu Hause für die Erbringung der Studien- und Prüfungsleistungen benötigt wird. Dabei steht ein credit für einen Zeitaufwand von 25-30 Arbeitsstunden. Einem Studienjahr werden in diesem System 60 credits zugrunde gelegt, einem Semester 30 credits.

Ein credit ist damit eine Maßeinheit mit der lediglich das rein quantitative Arbeitspensum erfasst wird, ohne die Arbeitsleistung zu beschreiben, d.h. mit der Vergabe von credits wird dokumentiert, dass die Studierenden die Veranstaltung erfolgreich besucht haben. Die Arbeitsleistung hingegen wird in grades gemessen. 

Weitere Infos finden Sie im ECTS User's Guide.

Grades

Zur Dokumentation der Qualität dient das System der grades. Sie geben die Leistungen der Studierenden wieder. Die ECTS-Bewertungsskala setzt die Leistung der Studierenden in Relation zu den anderen Studierenden. Dass heißt, die Studenten werden je nach Leistung in bestimmte Einheiten eingeteilt.

Die ECTS Notenskala sieht wie folgt aus:

A

10% Hervorragend

ausgezeichnete Leistungen und nur wenige unbedeutende Fehler

B

25% Sehr Gut

überdurchschnittliche Leistung, aber einige Fehler

C

30% Gut

insgesamt gute und solide Arbeit, jedoch mit einigen grundlegenden Fehlern

D

25% Befriedigend

mittelmäßig, jedoch deutliche Mängel

E

10% Ausreichend

die gezeigten Leistungen entsprechen den Mindestanforderungen

FX

Nicht bestanden

es sind Verbesserungen erforderlich, bevor die Leistungen anerkannt werden können

F

Nicht bestanden

es sind erhebliche Verbesserungen notwendig

Learning Agreement

Nachdem sich der Studierende für eine ausländische Hochschule entschieden hat und das Antragsformular der ausländischen Hochschule ausgefüllt hat, wird zwischen den Fachbereichen ein Studienvertrag, das sog. Learning Agreement,  geschlossen, der die Anerkennung der einzelnen Veranstaltungen der Gasthochschule an der Heimathochschule sicherstellt.

Dafür wählt der Studierende die Veranstaltungen an der Partnerhochschule aus und stimmt sie mit dem Europakoordinator seines Fachbereichs ab, der dann das Learning Agreement unterzeichnet. Falls nötig, können die im Learning Agreement vereinbarten Veranstaltungen, nach vorheriger Absprache mit dem Europakoordinator der Heimathochschule, im Gastland geändert oder angepasst werden.

Nach Abschluss des Semesters dokumentiert die ausländische Hochschule in der Datenabschrift, dem Transcript of Records, alle erfolgreich besuchten Lehrveranstaltungen. Diese Transcripts of Records werden bei Rückkehr den Europakoordinatoren vorgelegt, damit die Anerkennung erfolgen kann.

Beim International Office der Heimathochschule müssen nach dem Auslandsaufenthalt Kopien des Learning Agreements und des Transcripts of Records eingereicht werden.