Anhand eines europäischen Vergleichs der Organisationsstrukturen und Handlungsorientierungen gewerkschaftlicher Forschungsinstitute wird untersucht wie sie ihre Forschungsinteressen mit den politischen Anforderungen der Gewerkschaften ausbalancieren. Besonderes Augenmerk wird auf den Einfluss institutioneller Regelungen gelegt, die an die jeweils nationalen wissenschaftlichen und politischen bzw. gewerkschaftlichen Kulturen rückgebunden sind. Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes stehen ausgewählte, gewerkschaftliche Forschungsinstitute in fünf Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen). Ihre Arbeit reicht von der Entwicklung wirtschaftsdemokratischer Konzepte über die Anfertigung sozioökonomischer Analysen bis zur Herstellung konkreter Arbeitshilfen und Informationen für die gewerkschaftliche Alltagsarbeit. Grundlage der Untersuchung sind Experteninterviews mit Wissenschaftlern und Gewerkschaftern sowie die Satzungen, Jahresberichte und Forschungsprogramme der Institute.