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Buchpatenschaften Nr. 33: Hs Aa 58

Nr. 33: Hs Aa 58

Petrus Lombardus: Collectanea

Pergament, 273 Bll., Nordfrankreich, um 1200

Der Scholastiker Petrus Lombardus, der kurz vor seinem Tod zum Bischof von Paris geweiht wurde, ist vor allem berühmt durch seine systematische Darstellung der gesamten Theologie, die er in seinen vier Büchern „Sententiae“ schriftlich niedergelegt hat. Dieses Werk brachte ihm auch den Beinamen „Magister sententiarum“ ein. Nicht minder bedeutend sind seine Bibelkommentare, die in die Glossa ordinaria einmündeten und für Jahrhunderte Lehrinhalte bestimmten.
Schrift und Ausstattung unserer Handschrift deuten auf eine Entstehung in Nordfrankreich um 1200 hin.
Von Nordfrankreich gelangte die Handschrift über Konstanz nach Weingarten, der Einband mit den Streicheisenlinien stammt aus Konstanz und Vermerke in der Handschrift weisen daraufhin, dass Bischof Otto von Konstanz den Band 1425 entliehen hat.
Auch diese Handschrift gehört zu den sog. Weingartener Handschriften, die 1802 im Zuge der Entscheidung des Erbprinzen Friedrich Wilhelm von Oranien, Fulda als Residenzstadt zu nehmen, in die Landesbibliothek gekommen sind. 

Notwendige Maßnahmen:
Ganzleder – Holzdeckelband mit Blindlinien (Eichenholz, ursprünglich Kettenband); die greifenden Teile der Buchschließen fehlen, der Lederrücken ist geschrumpft und wurde unsachgemäß repariert, Ecken und Kanten sind durchgerieben. Die Holzdeckel sind lose und die Bünde sind gebrochen. Der Buchblock besteht aus Pergamenthandschriftenblätter und ist leicht eingestaubt, die Heftung ist zum Teil locker. 

Geschätzte Kosten:  1000,- €