Sozialwesen
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Depression im Alter

Projektleitung: Prof. Dr. Anne Lützenkirchen

Gefördert durch: FuE Mittel der HS Fulda

Laufzeit: 1/2007 – 12/2008 

Projektbeschreibung:

Die zweithäufigste psychiatrische Erkrankung im Alter ist die Depression. Dabei sind die psychischen Problemlagen eng mit der sozialen Situation verknüpft. Die depressiven Störungen im Alter finden bislang in der Fachdiskussion wenig Beachtung, obwohl bei Menschen in späteren Altersjahren eine gravierende Zunahme depressiver Symptome zu verzeichnen ist. Obwohl Depressionen auch im Alter überwiegend gut beeinflussbar sind, ist die Versorgungslage psychisch kranker alter Menschen unzureichend. Beschwerden werden einerseits nicht als depressive Symptome gewertet, sondern als Altersbeschwerden. Andererseits ist das bisher immer noch vorherrschende Altersbild defizitorientiert, so dass man Psychotherapie und soziale Unterstützung nicht als nutzbringend erachtet. Wenn es überhaupt zu einer korrekten Diagnose kommt, wird allenfalls eine medikamentöse Behandlung eingeleitet, Psycho- und Soziotherapien bilden die absolute Ausnahme. Ziel des Forschungsprojekts, das 2007 bis 2008 durchgeführt wurde, war die Entwicklung eines sozialpädagogischen Versorgungskonzepts auf struktureller und individueller Ebene. 

Publikation:

Anne Lützenkirchen 2008: Depression im Alter. Prävention und Intervention durch die Soziale Arbeit, Frankfurt, Mabuse-Verlag