Mittwoch, 28. April 2010
Im Gießhaus der Universität Kassel wird der Studiengang „Sozialrecht und Sozialwirtschaft“ mit Abschluss Master of Laws eröffnet. Der akkreditierte Studiengang wurde von der Universität Kassel, der Hochschule Fulda sowie dem Bundessozialgericht gemeinsam entwickelt. Zur Begrüßung der Studierenden und der Gäste sprechen Prof. Dr. Postleb, Präsident der Universität Kassel, der Vizepräsident der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Schrader sowie der Präsident des Bundessozialgerichts Peter Masuch. Den Festvortrag zum Thema „Sozialrecht durch Verträge“ hält Prof. Dr. Spellbrink, Richter am Bundessozialgericht.
Montag, 03. Mai 2010 , 17.10-19.40 Uhr
Gastvortrag Pete Burgess, London
Für alle Studierenden
Leitung: Prof. Dr. Hans-Wolfgang Platzer
Dienstag, 4. Mai 2010, 19h, Raum P 217
Vortrag von Dr. Ulrich Bielefeld, Hamburger Institut für Sozialforschung
Wir leben in der europäischen Gesellschaft. Wir leben damit allerdings in einer Gesellschaft, für die wir keine Begriffe haben, die wir uns nicht vorstellen können und von der wir daher glauben, dass es sie in einem positiven Sinne gar nicht gibt. Nichts ist daher so verbreitet wie die Kritik Europas als „Bananenbürokratie“ (Hans Magnus Enzensberger) und als Gefährdung der nationalstaatlich gebunden behaupteten Demokratie. Gibt es ohne europäisches Volk keine Demokratie, ohne Repräsentation, ohne Vorstellung keine Identifizierung, ohne Einheit keine Gesellschaft? Oder haben wir nur keinen angemessenen Begriff der europäischen Gesellschaft, die eben keine Gemeinschaft ist?
Ein Vortrag im Rahmen der Fuldaer Abende für Sozialrecht, Migration und Sozialpolitik.
Donnerstag, 06. Mai 2010, Einlass ab 22 Uhr
Organisiert vom Fachschaftsrat Sozial- und Kulturwissenschaften
Im Café Chaos.
08.–12. Mai 2010
Der Aufenthalt von Prof. Dr. Maslov dient der Pflege der Beziehungen zwischen den Partnerhochschulen in Fulda und Sergiev Posad. Im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften wird der Politologe Prof. Maslov am Montag, den 10. Mai im Rahmen der Veranstaltung „Public Policy Issues“ des Studiengangs ICEUS einen Vortrag zu den politischen Beziehungen zwischen Russland und der EU halten. Während des Besuchs wird auch der für den Juli geplante Intensivsprachkurs Russisch vorbereitet, den die Universität Sergiev Posad seit mehreren Jahren für Studierende der Hochschule Fulda durchführt. Schließlich steht Prof. Maslov für Experteninterviews zur Verfügung, die Studierende des Studiengangs BASIB im Rahmen ihrer Bachelorarbeit durchführen sollen. Eine der Arbeiten befasst sich mit der Umsetzung des Bolognaprozesses in Russland.
Der Aufenthalt wird kofinanziert aus Mitteln des Förderprogramms Ostpartnerschaften des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD.
17.-18. Mai 2010
Der Anstich eines Hochofens ist der wohl sinnlichste Eindruck, den man in unseren Tagen von klassischer Industriearbeit gewinnen kann. Erst auf der Grundlage solch sinnlicher Erfahrung kann man wirklich verstehen, welche Bedeutung der Arbeitsschutz in der industriellen Arbeitswelt hatte und hat und welche Güte des deutsche Arbeitsschutzsystem aufweist.
Im Rahmen der Veranstaltungen Arbeitsschutz im Studiengang Gesundheitsmanagement (PG) werden die Studierenden die Hüttenwerke Krupp-Mannesmann in Duisburg besuchen und mit Vertretern des betriebsärztlichen Dienstes über aktuelle Fragen des Arbeitsschutzes diskutieren. Am zweiten Tag der Exkursion findet eine themenzentrierte Führung durch die Deutsche Arbeitsschutz Ausstellung DASA in Dortmund statt.
Leitung: Prof. Dr. Heinrich Bollinger


17.-20. Mai 2010
Für Studierende des Studiengangs BASIB
Leitung: Prof. Dr. Stamatia Devetzi
Die Exkursion wird kofinanziert aus Mitteln zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre QSL des Landes Hessen.
Auf Einladung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ), des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften, des Hochschulinstituts CINTEUS und der Stadt Fulda fand am 9. Juni 2010 eine Tagung statt zum Thema „Kulturelle und politische Bildung für Jugendliche mit Migrationshintergrund“. Diese Kooperationsveranstaltung ist bereits die vierte Tagung, die Frau Jansen (HLZ) und Frau Prof. Dr. Hentges (Hochschule Fulda), gemeinsam initiiert und realisiert haben.
Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung zu dieser Tagung, die im Hochschulzentrum Fulda Transfer stattfand. Prof. Dr. Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, und Dr. Dippel, Bürgermeister der Stadt Fulda, betonten in ihren Grußworten die äußerst produktive Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern, der HLZ, der Stadt Fulda und der Hochschule, und wünschten der Tagung ein gutes Gelingen.
Die Thematisierung der Bildung im Einwanderungsland Deutschland ist von großer Aktualität: Mittlerweile weist ein Fünftel aller in Deutschland lebenden Menschen (und jedes dritte Kind unter sechs Jahren) einen Migrationshintergrund auf. In städtischen Ballungszentren haben bereits mehr als 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund. Insofern wird deutlich, dass die Einwanderungsgesellschaft auch mit Blick auf die interkulturelle Öffnung der Institutionen der kulturell-politischen Bildung vor neuen Herausforderungen steht, so Frau Jansen und Frau Hentges in ihrem einleitenden Beitrag.
Die geladenen Referentinnen und Referenten widmeten sich diesen Fragen aus verschiedenen Perspektiven: Prof. Dr. Thomas Kunz (Fachhochschule Frankfurt am Main) thematisierte am Beispiel einer Foto-Lovestory die stereotype Darstellung von Migrantinnen, Migranten und deutschen Jugendlichen in einem Jugendmagazin. Ayse Güleç, Kulturzentrum Schlachthof Kassel, präsentierte das Projekt einer Kulturwerkstatt zum Thema Krise und krisenhaftes Leben. Michael Stenger berichtete über die von ihm im Jahre 2000 gegründete SchlaU-Schule („Schulanaloger Unterricht für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge“) - ein innovatives Projekt zur Betreuung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen. Prof. Dr. Susanne Lang (Hochschule Mannheim) befasste sich in ihrem Vortrag mit den Möglichkeiten, Leiberfahrungen in der Jugendbildung stärker zu fördern. Prof. Dr. Gudrun Hentges und Prof. Dr. Almut Zwengel (Hochschule Fulda) stellten Ergebnisse eines Lehr-Forschungs-Projektes vor, das die in Integrationskursen vermittelte politische Bildung untersuchte.
Deutlich wurde an der Bandbreite der Präsentationen, wie unterschiedlich die Zugänge (bottom up vs. top down) zur kulturellen und politischen Bildung sein können. Einige Projektbeispiele – wie z.B. die SchlaU-Schule – wären ohne das überaus große Engagement ihrer Initiatoren nie zustande gekommen. Andere Projekte kultureller Bildung konnten an die langjährigen Erfahrungen eines kommunal etablierten Kulturzentrums anknüpfen und ließen sich von der Documenta Kassel inspirieren. Dem gegenüber repräsentieren die Integrations- und Orientierungskurse die top-down Perspektive. Einige der damit verbundenen Probleme – fehlende Alltagsperspektive und Alltagsrelevanz – resultieren daraus. Wichtig wäre jedoch, dass die verschiedenen Projekte in einen Dialog treten, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu inspirieren.
Insofern stehen die theoretischen Debatten über außerschulische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft noch am Anfang. Diese Tagung leistete einen Beitrag dazu, die Debatten über kulturell inspirierte politische Bildung und politisch inspirierte kulturelle Praxen voranzutreiben.
Die Hochschul- und Landesbibliothek (HLB) und der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften (CINTEUS) sind stolz darauf, eines der bundesweit umfassendsten Archive zum Thema Flucht und Migration übernehmen zu dürfen. Es handelt sich um das Archiv der "Forschungsgesellschaft Flucht und Migration" (FFM), das bislang in den Räumlichkeiten der FU Berlin untergebracht war.
Das Archiv umfasst vor allem graue Literatur, die in den etablierten Bibliotheken und Instituten nicht zu finden ist, und um Schlüssel- und Hintergrundtexte zur internationalen Migrations- und Flüchtlingspolitik. Die FFM-Bestände haben einen Umfang von ca. 20 laufenden Regelmetern Ordnern und ca. 8 laufenden Metern Bücher und Broschüren.
Derzeit ist das Archiv untergebracht im Gebäude P des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften; nach der Fertigstellung des Neubaus der HLB soll es in die Bibliothek eingegliedert werden.
Das neu akquirierte Archiv der „Forschungsgesellschaft Flucht und Migration“ ergänzt das Peter-Kühne-Archiv, das im Sommersemester 2008 an der Hochschule Fulda eröffnet wurde. Dieses Archiv – eine Schenkung des Dortmunder Wissenschaftlers Prof. Dr. Peter Kühne – wird derzeit erschlossen und ist für Forschung, Studium und Lehre und die interessierte Fachöffentlichkeit zugänglich.


07.-10. Juni 2010
Für Studierende des Studiengangs ICEUS, 2. Semester
Leitung: Prof. Dr. Hans-Wolfgang Platzer
Die Exkursion wird kofinanziert aus Mitteln zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre QSL des Landes Hessen.
Mittwoch, 9. Juni 2010, Hochschulzentrum Fulda Transfer, Fulda
Die Einwanderungsgesellschaft Bundesrepublik Deutschland weist eine bunte Projektlandschaft auf: Lebensweltliche Bildung, berufliche Orientierung und kulturelle Bildung sind eng mit der politischen Bildung verknüpft. Zahlreiche Praxisprojekte verdeutlichen die Relevanz der Kultur bzw. kulturellen Bildung für MigrantInnen. In den letzten Jahren hat sich eine beeindruckende Fülle an experimentellen und innovativen Projekten der politischen und kulturellen Bildung entwickelt, u.a. Qualifizierung von Migrantenorganisationen, Flüchtlingszeitungen, Ausstellungsprojekte, Projekte eines Migrationsmuseums, interkulturelle Biografie- und Geschichtswerkstätten, Theater und Filmprojekte.
Mehr Informationen zur Tagung, zum Programm etc. finden Sie im Flyer
Im Wettbewerb um den Hessischen Preis Exzellenz in der Lehre 2010 bewirbt sich der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften in der Kategorie „Projekte“ mit dem Fachbereichsprojekt „Europakompetenz in der Lehre“.
10.-11. Juni 2010
Wissenschaftliche Arbeitstagung – Programm und Teilnehmerliste folgen
Gastgeberin: Prof. Dr. Stamatia Devetzi
Dienstag, 15. Juni 2010, 19h, Raum P 217
Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Streeck, University of Texas at Austin
In my presentation I investigate what we achieve by gesticulating with our hands in everyday communication. I do not primarily regard gesture as a form of expression of thought, but as a kind of knowledge that is derived from our hands' practical engagements with the world. I distinguish different 'ecological' variety of gesture and briefly discuss different methodical ways of investigating gesture. The presentation is richly illustrated by video examples from everyday life, most of which show a car mechanic in the course of his daily activities.
Vortrag im Rahmen der Fuldaer Abende für Sozialrecht, Migration und Sozialpolitik.
15.-17. Juni 2010
Im Modul Arbeit befassen sich die Studierenden des Studiengangs Sozialrecht mit rechtlichen und soziologischen Aspekten von Arbeit. Die Exkursion dient dazu, ihnen einen lebendigen Eindruck sehr unterschiedlicher Arbeitssituationen zu verschaffen. Besichtigt wird zunächst das Werk der BMW AG in Regensburg mit seiner hochmodernen Produktion. Am zweiten Tag haben die Studierenden dann Gelegenheit, die klassische landwirtschaftliche Produktion kennen zu lernen: Sie werden einige Stunden lang Spargel stechen und Beeren lesen und dabei lernen, wie sich Zumutbarkeitsregelungen anfühlen.
Leitung: Prof. Dr. Heinrich Bollinger
Dienstag, 29. Juni 2010, 19.00 Uhr, Raum N 010
Vortrag von Prof. Dr. Erich Ott, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, Hochschule Fulda
Die Folgen des Klimawandels bewirken massive Veränderungen der Lebensgrundlagen auf der Erde. Die Zunahme der Anzahl und Intensität von Naturkatastrophen, gravierenden regionalen Temperaturanstiegen etc. sind bedrohliche Vorboten tiefgreifender globaler Veränderungen. Insbesondere aber sind sie verheerende regionale Katastrophen, die die Lebensbedingungen vieler Millionen Menschen substanziell bedrohen, vor allem in den ärmsten Regionen der Welt. Welche gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen sind daraus zu erwarten? Wie werden die hoch entwickelten Staaten, Bündnisse und die internationale Ökonomie auf den zunehmenden Migrations- und Forderungsdruck reagieren? Verkehren sich die Hoffnungen auf eine friedlichere Welt durch die Globalisierung ins Gegenteil?
Vortrag im Rahmen der Fuldaer Abende für Sozialrecht, Migration und Sozialpolitik.
03.-11. Juli 2010
Die Exkursion liefert Einblicke in den Unternehmensalltag deutscher Unternehmen in Tunesien, speziell mit Blick auf kulturelle Besonderheiten in Management und Personalwirtschaft. Besucht werden der Automobilzulieferer LEONI, das größte Unternehmen in Tunesien mit über 11.000 Mitarbeitern an vier Standorten, und das Textilunternehmen Van Laack in Bizerte, beide seit über 30 Jahren im Land. Vorbereitend fand im Wintersemester 2009/2010 ein Seminar mit dem Generaldirektor von LEONI Tunesien, Herrn Rouis, an der Hochschule Fulda statt. Die Studierenden werden außerdem die Université de Sousse besuchen, sich über wirtschaftsbezogene Förderprogramme der EU informieren und an einem Kulturprogramm teilnehmen.
Das Journal der Vorjahresexkursion ist einsehbar unter: Journal SoSe 2010
Für Studierende des Studiengangs BASIB, 6. Semester
Leitung: Dr. Gisela Baumgratz-Gangl
Die Exkursion wird kofinanziert aus Mitteln zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre QSL des Landes Hessen.
Freitag, 16. Juli 2010
Feierliche Übergabe der Abschlußzeugnisse an die Absolventen der drei Studiengänge Sozialrecht, Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen und Interkulturelle Kommunikation und Europastudien und anschließende Abschlussfeier mit Familie, Freunden und Fachbereichsmitgliedern.

17.-24. Juli 2010
Aufenthalt an der Partneruniversität Sergiev Posad, Russland. Das Angebot richtet sich an die Teilnehmer/innen der Russisch-Sprachkurse an der Hochschule Fulda.
Programm:
Intensivsprachkurs mit 20 Stunden Russischunterricht, Tagesausflug nach Moskau, Stadtrundgang mit dem Besuch des Klosterbezirks (Lawra) in Sergiev Posad, Besuch in den Familien der Studierenden mit Deutsch als Unterrichtsfach.
Der Aufenthalt wird kofinanziert aus Mitteln des Förderprogramms Ostpartnerschaften des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD.