"Ältere Migrant(inn)en im Quartier: Nachhaltigkeit durch Selbstorganisation und Teilhabe"
am 31.01. und 01.02.2013 in Fulda
Die 2. bundesweite Fachtagung des CeSSt stellte mit den älteren Migrantinnen und Migranten eine Bevölkerungsgruppe ins Zentrum, die in besonderer Weise die Ausprägungen des demographischen Wandels verdeutlicht: Die Gesellschaft wird nicht nur älter, sondern auch im Alter „bunter“, ohne dass die Bedürfnisse, Interessen und Teilhabemöglichkeiten gerade der Zuwanderer im Rentenalter bisher bekannt waren.
Die mit über 80 Teilnehmenden aus Wissenschaft und Praxis der Integrations-, Senioren- und Gemeinwesenarbeit gut besuchte Fachtagung, regte eine intensive Fachdiskussion an. Anlass war die Publikation der Ergebnisse des BMBF geförderten Forschungsprojekts AMIQUS – Ältere MigrantInnen im Quartier: Stützung und Initiierung von Netzwerken der Selbstorganisation und Selbsthilfe, die von den Projektleitern Prof. Dr. habil. Michael May, Hochschule RheinMain und Prof. Dr. habil. Monika Alisch, Hochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen vorgestellt wurde.
In vier Fachforen wurde darüber diskutiert, wie Ansätze von Selbstorganisation und Selbsthilfe bei älteren, eher benachteiligten Menschen – mit und ohne Migrationsgeschichte – nachhaltig in die Routinen der Verwaltung und die Institutionen eingebracht werden können, welche Erkenntnisse über Formen der Vernetzung älterer MigrantInnen wie nachhaltig gestützt werden können, wie die in konkreten Projekten ablaufenden Bildungsprozesse zu verstehen sind und wie es praktisch gelingen kann, die als unerreichbar abgeschriebenen Menschen sehr wohl zu erreichen.
Mit der Tagung wurde außerdem ein intensiver Austausch über weitere Forschungsprojekte aus Düsseldorf, Darmstadt, Mittweida und Hamburg initiiert, die sich ebenfalls mit Sozialen Innovationen für mehr Lebensqualität im Alter in einer sozialräumlichen und partizipativen Perspektive mit älteren Menschen praxisnah befassen.
Handouts und Abstracts einzelner Vorträge:
Beitrag Andreas Thiesen: Nur wer fragt bleibt künstlich dumm
Beitrag Reinhold Knopp, Anne van Rießen: Altersgerechte Wohnquartiere
Mehr Informationen hier
Mehr Informationen zum Projekt Soraq
Beitrag Monika Alisch, Michael May: AMIQUS Projekt Ergebnisse
Forum 1:
Stefan Fröba, Die Unerreichbaren erreichen
Kathrin Hahn, Ältere Migranten lernen vor Ort
Michael May, Netzwerke älterer Migranten
Monika Alisch, Selbstorganisation und Politik
4. Hessenkonferenz am 22./23.03.2012 in Fulda an der Hochschule Fulda
Obwohl die Mehrheit der Deutschen und auch der Hessen in Mittel- und Kleinstädten lebt, ist Stadtforschung dennoch überwiegend Großstadtforschung. Das Zeitalter der „Verstädterung“ und der Mittelstadt als „Zwischenstadt“ hat zwar immer wieder zu Untersuchungen einzelner Mittel- und Kleinstädte geführt, es fehlt jedoch nach wie vor an einer systematischen Betrachtung. Mit dieser Forschungslücke einhergehend findet die zentrale Frage nach Zukunfts- und damit Entwicklungsperspektiven dieses Städtetypus vergleichsweise wenig Beachtung.
In der 4. Hessenkonferenz STADTFORSCHUNG nahmen wir sowohl aus wissenschaftlicher wie auch aus praxisorientierter Perspektive die Mittelstadt genauer in den Blick. Dabei sollte das vorhandene Wissen zu Mittelstädten aufgezeigt und Forschungen generiert werden, die eine Grundlage für die Entwicklung von Mittelstädten sein können. Zentrale Fragen waren u.a.: In welchem Verhältnis stehen politisch-administrative Planungsstrategien zu ökonomischen Marktprozessen, die den Bestand, das Wachstum oder die Schrumpfungsprozesse von Mittelstädten beeinflussen? Welche Qualitätspotentiale und Standortvorteile sind jeweils von Nutzen? Inwieweit ist mit Planungsstrategien auf die Gestaltung mittelstädtischer Lebensräume Einfluss zu nehmen?
„Dynamisch, nachhaltig, kompakt – die Zukunft der Mittelstädte?“
Einen Rückblick auf das Tagungsprogramm erhalten Sie hier.
Das CeSSt ist gegründet, Ziele und Ansprüche sind formuliert und nun wollen wir uns im nächsten Schritt darüber austauschen, wie wir unsere Kompetenzen in den unterschiedlichen Fachdisziplinen unter dem „Dach“ nachhaltiger Entwicklungsprozesse sinnvoll zusammenführen können.
Der Workshop wird Gelegenheit geben, unterschiedliche Vorstellungen und Eingrenzungen von dem, was nachhaltige Entwicklung ausmacht zu benennen und Ideen für forschende Arbeitszusammenhänge unter den CeSSt- Mitgliedern zu sammeln.
Zum Workshop
„Forschen für Nachhaltigkeit – multidisziplinäre Kompetenzen im CeSSt“
Am 26.10. 2011 von 16.30h bis 19.00h in Raum 122 des O-Gebäudes
laden wir recht herzlich ein.
Wir planen den Workshop in einem eher offenen Format und freuen uns über einzelne Themenvorschläge, die Sie/Ihr bis zum 17.10 2011 an die CeSSt Kontaktadresse
info@cesst.de
schicken könnt(en).
Am 13. April ist an der Hochschule Fulda das Zentrum „Gesellschaft und Nachhaltigkeit“, kurz CeSSt (Centre of Research for Society and Sustainability) offiziell eröffnet worden. In seinen Grußworten stellte der Präsident der Hochschule Karim Khakzar die Schwerpunksetzung der Hochschule in dem Themenfeld „Gesellschaft und Nachhaltigkeit heraus und sieht gute Entwicklungsmöglichkeiten des Ausbaus der Forschungskompetenzen durch das neue Zentrum.
CeSSt wurde als wissenschaftliches Zentrum der Hochschule Fulda zum 1. Januar 2011 eingerichtet und geht auf die Initiative des Fachbereichs Sozialwesen zurück. In ihrem kurzen Eröffnungsvortrag stellte die derzeitige Sprecherin des Zentrums Prof. Dr. Monika Alisch die Schwerpunkte des Zentrums dar und betont, dass es an der Zeit ist, die vorhandenen Forschungskompetenzen auf einen anderen Umgang mit Fortschritt zu lenken und die gesellschaftliche Verantwortung einer Bildungseinrichtung wie der Hochschule bei der Neubewertung des Gebrauchs von Technik in den Blick zu nehmen.
Auf der ersten Mitgliederversammlung des CeSSt im Anschluss an die Eröffnung wurden Prof. Dr. Monika Alisch, Prof. Dr. Kathrin Becker-Schwarze, Prof. Dr. Heike Herrmann und Prof. Dr. Martina Ritter als Zentrumsleitung bestätigt.