Sozialwesen
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Leitbild

Die konzeptionelle Verknüpfung Gesellschaft und Nachhaltigkeit bezieht sich auf die Bedingungen zur Sicherstellung der Lebenschancen für alle Individuen in der (Welt)Gesellschaft und nimmt insbesondere die notwendigen Aushandlungsprozesse auf dem Weg zur Zielerreichung in den Blick. Es sollen dauerhaft Möglichkeiten eröffnet und erhalten werden, an politischen Entscheidungsprozessen teilhaben zu können, an der Erwirtschaftung der ökonomischen Güter beteiligt zu sein und zivilgesellschaftliche Verantwortung mitzutragen.

Im Sinne der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro und den Folgekonferenzen bedeutet Nachhaltigkeit, eine Entwicklung einzuleiten, die gleichzeitig und gleichwertig

  • dem Schutz der Ökosphäre durch die konsequente Achtung der Ziele des Umweltschutzes,
  • einer stabilen Wirtschaftsentwicklung im Sinne einer ‚glokalen’ ökonomischen Beständigkeit sowie
  • der gerechten Verteilung von Lebenschancen in den Dimensionen sozialer Gerechtigkeit zwischen Individuen, Räumen/Regionen, Generationen und Geschlechtern verpflichtet ist.

Die angestrebte Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit kann in einer hoch differenzierten Gesellschaft nur dann gewährleistet sein, wenn die Vielfalt der Perspektiven ausreichend zum Tragen kommt und die entsprechenden Institutionen kooperativ und kommunikativ ihre Ressourcen auf diesen Anspruch ausrichten.

Nachhaltigkeit bedeutet auch die Entwicklung von Diskurs- und Handlungsstrukturen, innerhalb derer im Zusammenspiel von Zivilgesellschaft und Politik (in der „Mediendemokratie“ häufig vermittelt über die Medien) die wachsende Komplexität der globalen Welt bewältigt werden kann.