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Gesundheitsschutz bei interpersoneller Gewalt

Safer Care – Gewalt gegen Ältere erkennen und vermeiden

Projektleitung:

 

Prof. Dr. Beate Blättner
Prof. Dr. Henny A. Grewe
 

 

 

 

  

Mitarbeiterinnen:  

Anna Grundel (M.Sc. Public Health)
Katharina Liepe (M.Sc. Public Health) 
 

Gefördert von:
 

BMBF im Rahmen der Ausschreibung SILQUA-FH       
Förderkennzeichen: 17S04X11 

Kooperationen regional: 

Schutzambulanz Fulda
Pflegestützpunkt Fulda
ambulante Pflegedienste in Hessen
Pflegeberaterinnen und -berater
  

Kooperationen überregional

Interreg IV Projekt Österreich-Italien Gewalt im Alter- Violenza nella terza età 

Projekt Potentiale und Risiken in der familialen Pflege (PURFAM, Leitung Prof. Dr. S. Zank und Prof. Dr. C. Schacke

 

Laufzeit:

01.07.2011 – 30.06.2014 
 

Selbstbestimmt leben im Alter ohne Gewalt

Gewalt gegen Ältere wird öffentlich kaum diskutiert und thematisiert. Gerade die Laienpflege in der häuslichen Umgebung stellt einen geschützten Bereich dar, in dem es schwierig ist Einblicke zu erhalten. Liegt eine Pflegebedürftigkeit nach SGB XI vor, haben professionell Pflegende, Pflegeberaterinnen und –berater Zugang in die häusliche Umgebung. Diese fühlen sich jedoch oft im Erkennen von Gewalt sowie im Umgang mit Gewaltbetroffenen unsicher. Zudem ist es nicht klar geregelt, an wen sich professionell Pflegende oder Beratende in solchen Situationen wenden können, um selbst Beratung und Hilfe zu erhalten.

Durch das Safer Care Projekt soll die Handlungssicherheit von Praxisakteuren gestärkt werden. Aufgezeigt wird, wo weiterführende Handlungshilfen im Versorgungssystem verortet sein sollten, um eine nachhaltige Unterstützung zu gewährleisten.

Dafür werden existierende Handlungsempfehlungen / Handlungshilfen identifiziert, bewertet und der Praxis zugänglich gemacht. Außerdem erfolgt eine Untersuchung der Versorgungstruktur im Bereich der häuslichen Pflege, um Potentiale und Barrieren für eine erfolgreiche Gewaltprävention zu identifizieren. Dies erfolgt mit Hilfe von Experteninterviews.

Projektdetails

Flyer hier  herunterladen

Infoblatt  hier herunterladen

Zusammenfassung hier herunterladen

Projektbeirat

  • Prof. Dr. med. Andrea Berzlanovich, Department für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Wien
  • Prof. Dr. Thomas Görgen, Deutsche Hochschule der Polizei
  • Volker Gussmann, Nursing Consulting für Einrichtungen der stationären Altenhilfe NCESA
  • Barbara Nägele, Zoom - Gesellschaft für prospektive Entwicklungen e. V.
  • Prof. Dr. Susanne Zank, Universität zu Köln

Vorläufige Ergebnisse

  • Internationalen Schätzungen zufolge sind vier Prozent aller Pflegebedürftigen von Gewalt betroffen. Das Ausmaß der Problematik ist jedoch nicht umfassend bekannt. Die Datenlage führt tendenziell zu einer Unterschätzung der Gewalterlebnisse.
  • Gewalt gegen Pflegebedürftige ist nach wie vor tabuisiert. Zuständigkeiten für Prävention und Intervention sind in Deutschland nicht offiziell geregelt (v.a. im ambulanten Bereich).
  • Gesundheits- und Sozialberufe haben die Möglichkeit Gewalt zu erkennen, anzusprechen, zu dokumentieren, Betroffene zu schützen und angemessen weiterzuleiten.
  • Handlungshilfen liegen vor, das Handeln selbst ist aber stark von der Eigeninitiative und dem individuellen Verständnis von Pflege-, Behandlungs- oder Beratungsqualität der Praxisakteure abhängig.

Publikationen

Vorträge

Liepe K (2012): 4. Niederrheinischer Pflegekongress zum Thema "Gewalt erkennen - eine Aufgabe für ambulante Pflege und Pflegeberatung" am 13.09.2012, Neuss

Grundel A (2012): 11. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung und 4. Nationaler Präventionskongress zum Thema "Gewalt gegen Pflegebedürftige. Herausforderung in der ambulanten Versorgung" am 27.09.2012, Dresden

Liepe K (2012): Fachkongress der Diakonie in Hessen und Nassau für Pflegeberaterinnen und Pflegeberater zum Thema "Gewalt in der häuslichen Pflege. Herausforderungen für Pflegeberaterinnen und Pflegeberater" am 07.11.2012, Schmitten 

Grundel A, Liepe K (2012): Demenzforum Hochtaunuskreis zum Thema „Demenz und Gewalt“ am 27.06.2012, Landratsamt Bad Homburg

Liepe K (2012): Unterarbeitsgruppe Pflege der Schutzambulanz Fulda zum Thema: „Safer Care – Gewalt gegen ältere Menschen erkennen und handeln“ am 06.03.2012, Landratsamt Fulda

Veröffentlichungen

Grundel A, Liepe K, Blättner B, Grewe HA (2012): Gewalt in der häuslichen Pflege. Instrumente zur Risikoeinschätzung. Die Schwester Der Pfleger plus* 3/12: 44-47.

Grundel A, Liepe K, Blättner B, Grewe HA (2012): Gewalt gegen Pflegebedürftige durch Angehörige. Eine systematische Übersicht über Befragungs- und Assessment-Instrumente. Pflegewissenschaft 7-8/12: 399-407.

Weiterführende Links

Weiterführende Literatur

  • AGE PlatformEurope: http://www.age-platform.eu/en
  • BMFSFJ, BMG (2010): Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen. BMFSFJ, BMG, Berlin. http://www.pflege-charta.de/fileadmin/charta/pdf/Pflege-Charta.pdf
  • Bundesministerium für Gesundheit: http://www.bmg.bund.de/pflege.html
  • Kuratorium Deutsche Altershilfe: http://www.kda.de/
  • Sethi, D., Wood, S., Mitis, F., Bellis, M., Penhale, B., Iborra Marmolejo, I., Lowenstein, A., Manthorpe, G., & Ulvestad Kärki, F. (2011). European report on preventing elder maltreatment. World Health Organization Regional Office for Europe, Kopenhagen. http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0010/144676/e95110.pdf

Weitere Projekte

  • Breaking the Taboo – Projekt: http://www.btt-project.eu/
  • Sicher leben im Alter (SiliA): http://silia.info/
  • Potenziale und Risiken in der familialen Pflege alter Menschen (PURFAM): http://www.khsb-berlin.de/forschung/aktuelle-projekte/purfam/ oder http://www.hf.uni-koeln.de/34652
  • ReduFix ambulant: http://www.redufix.com/cms/website.php?id=/de/projekt/redufixambulant.html

Nationale Anlaufstellen

 

Kontakt

M.Sc. Katharina Liepe
Hochschule Fulda
Fachbereich Pflege und Gesundheit
Marquardstr. 35
36039 Fulda
 
Tel.: 0661/9640-6324
Fax: 0661/9640-649
E-Mail: Katharina.Liepe@bitte-loeschen.pg.hs-fulda.de

 

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