Workshop ´Gender sichtbar machen´

Im Diskurs der Hochschulentwicklung ist das Thema „Gender“ mittlerweile fest etabliert. Stellvertretend seien hier genannt: der Bologna Prozess mit der Akkreditierung gendergerechter Studiengänge, die forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG,  Chancengleichheit in den Berufungsverfahren und letztlich die Forderung nach einer genderkompetenten Lehre, um Frauen und Männer gleichermaßen zu fördern und ihre akademischen Karriereperspektiven zu erweitern.

 

In ihrem Leitbild verankert die Hochschule Fulda das Prinzip der Chancengleichheit: bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben wirkt sie darauf hin, „die für Frauen im Hochschulbereich und der Gesellschaft bestehenden Nachteile zu beseitigen.“ Dafür haben wir 2009 auch das Total E-Quality Zertifikat erhalten.

 

In der Umsetzung bleiben bisher noch viele Fragen unbeantwortet: Wie kann die Berücksichtigung von Genderaspekten im alltäglichen Prozess der Lehre gelingen? Wie kann die Genderperspektive die eigene  Lehrveranstaltung bereichern? Welchen Gewinn hat Genderkompetenz für den einzelnen Lehrenden bzw. für den Fachbereich?

 

Daher bietet die Hochschule Fulda den Professorinnen und Professoren sowie weiteren Lehrenden einen mehrstufigen Workshop an. Formal umfasst dieser zwei Tagesveranstaltungen in der Gruppe und zwei Einzelgespräche mit einer Expertin, in welchen die eigene Lehrveranstaltung hinsichtlich gendersensibler didaktischer Ansätze bearbeitet wird. Die Veranstaltungen finden hier an der HFD statt und verteilen sich zeitlich über das Wintersemester 2010/11und Sommersemester 2011. Der inhaltliche Ablauf wird hier skizziert:

  • Sensibilisierung für Genderaspekte, Reflexion der eigenen Wahrnehmung und
    Theorie und Praxis der Genderforschung (eintägig)
  • Analyse der eigenen Lehrveranstaltung unter Genderaspekten verbunden mit konkreten Handlungsempfehlungen sowohl inhaltlich als auch didaktisch (Einzelberatung)
  • Nach einer Zeit der „Umsetzung“ besteht die Möglichkeit zur Reflexion der Maßnahmen und ihrer Wirkung (Einzelberatung)
  • Vertiefung der Genderkompetenz und Austausch der Erfahrungen (eintägig)

 

Als Expertin haben wir Frau Dr. Bettina Jansen-Schulz, Referentin für Hochschuldidaktik und Gender-Diversity an der Leuphana Universität Lüneburg, gewinnen können. Sie ist u. a. Mitautorin des CEWS-Handbuches „Gender-Aspekte bei der Einführung und Akkreditierung gestufter Studiengänge“. Der oben beschriebene Ansatz des integrativen Gendering wurde von ihr entwickelt und in einem Zweijahresprojekt an der TU Berlin erfolgreich umgesetzt.

 

Kontakt

Birgit Hohmann, Dipl. Soziologin

Leitung Gleichstellungsbüro
Stellvertretende Frauenbeauftragte/Lehre

Marquardstr. 35
36039 Fulda

 

Tel. 0661 9640-939
birgit.hohmann@hs-fulda.de
Gebäude B, Raum 108a